200 Eltern aus Küsnacht, Herrliberg und Erlenbach besuchten die Veranstaltung «Allein und im Netz sicher unterwegs» in der Heslihalle, um sich von Schule und Polizei Tipps zur Sicherheit von Kindern im Netz und im Alltag zu holen.
Ziel des Abends war es, die Eltern zu informieren und aufzuklären, wie Kinder sowohl im digitalen Raum als auch im realen Leben sicher und selbstbewusst agieren können. Dabei vermittelten Expertinnen und Experten von Schule und Polizei praxisnahe Tipps und Massnahmen, die dabei helfen, Kinder zu schützen und ihre Eigenverantwortung zu stärken.
Verdächtiges bei der Polizei melden
Sandra Walser von der Jugendintervention der Kantonspolizei Zürich betonte in ihrem Vortrag, wie zentral es ist, dass Kinder frühzeitig lernen, auf dem Schulweg Nein zu sagen, wenn sie sich in einer unangenehmen oder bedrohlichen Situation befinden. Sollte eine fremde Person sie ansprechen und ihnen dabei ein ungutes Gefühl bereiten, sei es wichtig, dass sie sofort wegrennen und sich an eine vertraute erwachsene Person wenden. Aber auch die Eltern wurden klar in die Pflicht genommen: Verdächtige Feststellungen sollten umgehend der Polizei oder der Schule gemeldet – und keinesfalls in Eigeninitiative oder über soziale Netzwerke verbreitet werden.
Kathrin Schuster, Leiterin der Schulsozialarbeit der Schule Küsnacht, stellte die vielfältigen präventiven Massnahmen der Schule Küsnacht vor, die Kinder in den Bereichen digitale Medienkompetenz, Mobbingprävention, sicherer Schulweg und sexuelle Gesundheit unterstützen. Dabei legte sie klar dar, wie wichtig es sei, Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und sie in die Lage zu versetzen, in schwierigen Situationen angemessen zu reagieren. Beide Referentinnen machten deutlich, dass nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern, Polizei und Behörden ein sicheres Umfeld für Kinder geschaffen werden kann. Zum Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung hin sagte Klemens Empting, der Präsident der Schulpflege Küsnacht: «Uns liegt die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern und der Polizei zum Wohle unserer Kinder sehr am Herzen.»
Gesprächsangebot rege genutzt
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Eltern die Möglichkeit, an verschiedenen Informationstischen mit Vertreterinnen und Vertretern der Schule, der Polizei sowie der Schulbehörden ins Gespräch zu kommen. In einer offenen und persönlichen Atmosphäre konnten sie individuelle Fragen stellen, konkrete Situationen schildern und ihre Anliegen direkt mit den Fachpersonen besprechen.
Das Gesprächsangebot stiess auf grosses Interesse und wurde von den Eltern rege genutzt. Die Rückmeldungen zur Veranstaltung waren durchwegs positiv: Viele Teilnehmende lobten die praxisnahen Inputs und schätzten besonders den direkten Austausch mit den Fachpersonen. Immer wieder wurde der Wunsch laut, solche Informationsabende regelmässig anzubieten – als Chance, sich über aktuelle Themen wie Schule, Sicherheit und Medienkompetenz auf dem Laufenden zu halten und den Austausch zwischen Eltern, Schule und Behörden weiter zu fördern.